Neue Aufgabe: Generalsekretär der GRPG

Nikolaus Huss, KovarHuss Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer wurde am 8.5.2026 zum Generalsekretär der GRPG, Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen, gewählt.

Seine Begründung: “

Die GRPG führt Recht, Politik und das Gesundheitswesen im Namen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Politik einen Rahmen setzen muss, um, im Politikersprech, das Gemeingut “gute Gesundheitsleistungen” (ich bin kein Freund des Begriffs “Gesundheitsversorgung”, das klingt so nach Volkserholungsheim) gewährleisten zu können. Nur muss sie das anders tun, als sie es bisher tut. 

Da es “Die” Politik nicht gibt, sondern Bund, Länder, zunehmend auch die EU, darüber hinaus Parteien, muss sie es im Bewusstsein tun, dass die demokratischen Parteien der Mitte gemeinsam Leitplanken setzen müssen, innerhalb derer Akteure im System den Mut, die Kraft und den Spielraum haben, die Potentiale von Technologie, Digitalisierung und die Wahrnehmungen aller derer, die im Gesundheitswesen tätig sind, “zu heben”. 

Die GRPG kann der Ort sein, an dem über entsprechende Ansätze debattiert wird, an dem darüber diskutiert wird, wie Recht als Instrument der Politik neu entdeckt werden kann. Und das alles nicht als akademischer Selbstzweck, sondern weil die unterschiedlichen Wissenschaften, eingebracht in einen vertrauensbildenden gesellschaftlich-politischen Diskurs, einen Beitrag zur Überwindung der aktuellen gesellschaftlichen Sklerose leisten können. 

Der leider viel zu früh gestorbene Ulrich Beck, langjähriger Professor an der LMU München, hat dafür einen Begriff geprägt, in dessen Tradition ich mich bewege: Reflexive Moderne. 

Ich würde mich freuen, wenn wir die GRPG gemeinsam zu einem Ort machen könnten, an dem diese Diskussionen von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik lebendig geführt werden können. An dem wir gemeinsam einen Beitrag für ein zukunftsfähiges und lebendiges deutsches Gesundheitssystem leisten können.“

Die Wahl zum Generalsekretär erfolgte einstimmig. Wir gratulieren!

Gesundheitspolitische Publikationen Nikolaus Huss, Stand 09.2025

In einer Tabelle haben wir die Publikationen von Nikolaus Huss, überwiegend zum Thema Gesundheit, zusammengefasst.

Grundüberlegungen für eine Koalition der Willigen für ein besseres Gesundheitswesen.

Gesundheitsminister Lauterbach will also unser Gesundheitswesen von „der Ökonomie befreien“. Das kommt gut an, hilft aber nichts, schließlich, ob privat, gemeinnützig oder öffentlich, immer geht es um die Effektivität und Effizienz von Ressourcen. Umso bedauerlicher, dass in einer freiheitlichen Gesellschaft diejenigen, die unternehmerische Interessen artikulieren, als „Lobbyisten“ quasi gebrandmarkt werden. In einem Beitrag für die „Welt der Krankenversicherung“ habe ich für eine andere „Governance-Logik“ für das deutsche Gesundheitswesen plädiert.

Denn die laufende Debatte läuft zu kurz und in die falsche Richtung: Wer hat die DRGs erfunden und warum? Lauterbach war’s mit Ulla Schmidt und es war berechtigt zu dieser Zeit. Bis dahin war das Gesundheitssystem ein Selbstbedienungsladen. Und jetzt, 20 Jahre ist nichts passiert, mindestens 10 Jahre hätte man erkennen können, dass es so nicht weitergeht, weil die Bundesländer die Investitionskosten nicht zur Verfügung stellen und deswegen Krankenhäuser das Geld aus den zu behandelnden Fällen abzweigen mussten. Auch die Krankenhausplanung wird politisch „verantwortet“. In den meisten Fällen, die neuen Bundesländer nehme ich da mal aus, bedeutete das, einfach den Sachverhalt fortzuschreiben, obwohl  man lange wusste, dass es zu viele und zu wenig qualitätsorientiert arbeitende Kliniken hat.

Jetzt wird von der Kommission im Ministerium ein Konzept vorgelegt, das einfach Tabula Rasa machen will: Grüner Tisch Konzept, radikal runtergebrochen. … Aber: Die Bundesländer müssen zustimmen. Die Situation in den Ländern ist ganz unterschiedlich. Die Länder haben sich teilweise schon auf den Weg gemacht.

Im Hintergrund, aber schon ganz nahe, ticken verschiedene Zeitbomben. Die Bevölkerung wird älter, die Versorgungskonzepte müssten sich dringend daran ausrichten, aus stationär müsste oftmals ambulant, Leistungserbringung Präventionsinvestment und aus „Versorgung“ Mitwirkung von PatientInnen und Patienten werden. Aber wieder wird nur auf die Krankenhäuser gesehen. Dabei kommt es bald darauf an, die Ärzte, die „noch“ da sind, also noch nicht in Pension und die frisch der Uni entronnenen, einfach für Arbeit mit den Patientinnen und Patienten zu gewinnen. Damit die Jungen nicht nur in die Pharmaindustrie zu flüchten, in das G-BA Umfeld, in dem viele kluge Köpfe dafür sorgen, dass sich …..

…… nichts bewegt.

Deswegen hier eine Idee, anders auf das Gesundheitswesen zu sehen. Veränderungen von den Akteuren her zu denken und laut auszusprechen, dass diejenigen, die sich nicht bewegen, das Nachsehen haben werden.

Das Plädoyer: Eine Koalition der Willigen. Die Idee: Unser „Government Modell“ weiter zu entwickeln und Spielräume für verantwortungsfähige und -willige zu schaffen.

Nicht einfach. Aber machbar!

 

Boosting eHealth Government

Autorenpapier zur eHealth Strategie des Bundesgesundheitsministeriums

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Zu viel Gestern im Heute

Zum Rechtssymposium des G-BA

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Get it done!

Appell der verantwortungsbereiten Gesundheitswirtschaft

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