Leitplanken statt Festschreibungen

Experten liefern Impulse für die Fortschreibung der eHealth-Strategie der Bundesregierung

Berlin, 08.09.2022 (Sperrfrist: 9 Uhr)

Boosting eHealth Government ist der Titel eines Papiers zur künftigen eHealth-Strategie der Bundesregierung. Die Digital Health-ExpertInnen fordern Ehrlichkeit in der Bestandsaufnahme, einen neuen ordnungspolitischen Blick und Mut zur Veränderung: “Wir plädieren für eine Koalition der Willigen; -quer zu den klassischen Fronten”, heißt es in dem Papier. Und weiter: “Politik muss Entscheidungen treffen, damit die gematik schneller eine zeitgemäße Infrastruktur etablieren kann, auf der Unternehmen Werkzeuge für neue Versorgungszusammenhänge entwickeln können”.

Dazu unterbreiten die AutorInnen die Skizze einer von der Selbstverwaltung unabhängigeren Gematik, mit der sie Impulse für den angekündigten Strategieprozess des Gesundheitsministerium setzen wollen. 

Ihr gesundheitspolitisches Weltverständnis: Digitalisierung nicht isoliert, sondern als Teil einer umfassenden Veränderung des Gesundheitswesens zu betrachten. Institutionen müssen sich verändern können, damit alte Strukturen überformt und sich neue institutionelle Verantwortlichkeiten bilden können. Dabei sind die politischen Leitplanken so zu setzen, dass auch neues Geld und neue Investitionen ihren Beitrag leisten können, die Gesundheitsangebote für alle zu verbessern. “Das vorausgesetzt, werden die notwendigen Veränderungen für alle Beteiligten kein Schreckensszenario, sondern eine Chance zur Weiterentwicklung der Versorgung sein”, so Nikolaus Huss, KovarHuss GmbH, der bei der Erstellung des Papiers die Federführung übernommen hat. 

Das Papier, das im Dialog mit über 20 Expertinnen und Experten erstellt wurde, ist gezeichnet von Marco Walker, COO Asklepios, Admir Kulin, m.doc, Markus Müschenich, Managing Partner Eternity Health, Jessica Hanneken Geschäftsleitung der bfs health finance, Alexandra Jorzig, Inhaberin Jorzig Anwälte, Nils Dehne, Geschäftsführer der Allianz Kommunaler Großkliniken sowie Claudia Dirks, ehemalige Pressechefin des Health Innovation Hubs und den Beratern Mark Langguth und Nikolaus Huss.

 Die Koordination und letzte Textverantwortung liegt bei:

Nikolaus Huss
Managing Partner
KovarHuss GmbH Policy Advisors
Kreuzbergstraße 28
D-10965 Berlin
T: +49 (30) 767 71833, M: +49 (1577) 1944 544
nh@kovarhuss.de
www.kovarhuss.de

Alles anders?

Unter dem Titel „Alles wird anders. Aber wann. Und wie? habe ich für die Kommunalpolitischen Blätter der CDU/CSU die Herausforderungen und notwendigen Weichenstellungen der Bundespolitik und ihre Auswirkungen auf die Kommunen zu Beginn der 20. Legislaturperiode kurz umrissen.

Hier dazu einige Fundstellen von Papieren und entsprechenden Konzepten. Der Autor diskutiert diese Fragen auch gerne mit Kommunalpolitikern vor Ort.

Fundstellen der o.a. Konzepte

23.08.2021Allianz Kommunaler GroßklinikenAKG Stufenmodell
06.07.2021AOK BundesverbandPositionen zur Bundestagswahl
24.08.2021AOK Bundesverband Helios, Bezirkskliniken Mittelfranken, Diakoneo„Veränderung ermöglichen“
26.08.2021AOK Nordost10 Vorschläge Papier
18.04.2021AutorengruppeAutorenpapier „Integrierte Versorgung – Jetzt!“ Ein Vorschlag für eine Neuausrichtung des deutschen Gesundheitssystems – regional, vernetzt, patientenorientiert
21.07.2021DEKV„Menschen brauchen Zuwendung“
21.09.2021IGWDie IGW steht für die Entwicklung einer Sozialen Gesundheitswirtschaft. 5. Thesen
26.05.2021Robert Bosch StiftungGesundheitszentren für Deutschland
18.06.2021Robert Bosch StiftungDie Neustart! Zukunftsagenda
17.2.2020StiftungsallianzPflege kann mehr

„Get it Done!“ ist der Titel eines Papiers, das verantwortungsbereite Akteure aus namhaften Stiftungen und Unternehmen unter der Leitung des Autors entwickelt und nach der Bundestagswahl veröffentlicht hat.

Alle reden von einer eHealth-Strategie für Deutschland. Ein paar Do’s and Dont’s, damit das nicht ins Abseits führt.

Jens Spahn macht es sich nicht einfach. Warum es sich aber trotzdem lohnt, ihm etwas zuzutrauen und was zu tun ist, darüber ein Beitrag von Nikolaus Huss im Blog „Revolutionary Hospital“ des Bibliomed-Verlags. Mit Schumpeter könnte Spahn eine Art Unternehmerpolitiker sein. Was, entgegen der öffentlichen Meinungsbildung, etwas Gutes wäre.

Ein Ausblick.

Sich ehrlich machen.

10 Prozent unseres Bruttosozialproduktes fließen in den Gesundheitsbereich, mehr als 10 Prozent der Beschäftigten arbeiten für unsere Gesundheit. Zu wenige, wenn wir dem SPD-Gesundheitsprofessor Dr. Karl Lauterbach lauschen, der schon mal vorgerechnet, dass künftig jeder Absolvent des Bildungswesens als Pfleger arbeiten müsse. Wenn die gesundheitspolitischen Akteure weiterhin nicht hinsehen wollen, so Huss in seinem Beitrag im Debattenmagazin The European, werden künftig andere im Gesundheitssystem das Sagen haben.

„Minister of Health, open this Gate“ – Diskussionspapier der HIMSS-DACH-Arbeitsgruppe eHealth-Gesetz 2.0 jetzt veröffentlicht.

„Minister of Health, open this Gate!“, ist der Titel des Diskussionspapier, das die Arbeitsgruppe eHealth-Gesetz 2.o auf dem HIMSS-DACH-Community-Frühstück am 26.4.2017 am Rande der ConHIT vorgestellt hat.

Die Presse-Erklärung: 20170426 PI Minister-of-Health
Das Papier: HIMSS_Europe_eHealth-Gesetz 2.0_02
Der weitere Prozess

In Kürze wird das Papier auf Pnyxnet zur Diskussion gestellt.

Was zu tun ist. KovarHuss mit Erstbewertung der eHealth-Strategie der Bundesregierung

Unter dem Titel „Was zu tun ist. Eine Roadmap zur Erschließung der digitalen Infrastruktur für eine bessere Gesundheitsversorgung in Deutschland“ legt KovarHuss eine erste Bestandsaufnahme der eHealth-Aktivitäten der Bundesregierung vor. Die Unterlage kann hier abgerufen werden.

Als Leiter der Arbeitsgruppe wurde Nikolaus Huss berufen. Die Arbeitsgruppe möchte mit ihren Aktivitäten dazu beitragen, die Diskussion über Innovation und Veränderungen im Gesundheitswesen zu öffnen und so anschlußfähig an internationale Entwicklungen zu werden.

„Digitalisierung ist nur dann eine Chance, wenn nicht jede Veränderung vorab analysiert und evauliert werden muss“, so Nikolaus Huss auf dem Auftaktfrühstück der HIMSS DACH-Community am 20.4.2016.

Die Arbeitsunterlage zum Download:
http://kovarhuss.de/wp-content/uploads/2017/04/20161215-KH-Sachstand-eHealth-in-Deutschland.pdf

Power for Health!

Die Fakten sind bekannt: Jeder zehnte Deutsche arbeitet im Gesundheitsbereich. Die Menschen werden älter. Mit zwei Folgen: Die notwendigen Leistungen steigen. Und die Beitragseinnahmen sinken.

Die Lage kennt jeder. Und was wird getan?

Längst haben Bürgerinnen und Bürger den Überblick darüber verloren, was mit ihren Beiträgen passiert. Gesundheitspolitik in Talkshows, ein Abschalter! Parteienstreit? Vom Dauerbrenner Bürgerversicherung abgesehen, setzen alle Parteien auf selbstverwaltetes “Weiter So”.

Alternativen: Keine. Das gefällt uns nicht.

KovarHuss Policy Advisors engagiert sich für ein besseres Gesundheitswesen.

Studien und publizistischen Beiträge

  • Mit “Out of the Box” haben wir 2012 eine Arena-Analyse des deutschen Gesundheitswesens vorgelegt. In seinem Blog kommentiert
  • Nikolaus Huss laufend auch die gesundheitspolitische Debatte. Die wichtigsten Impulse sind im gesundheitspolitischen Reader “Handle with Care” publiziert.

Aktuelle Analysen und thematisch fokussierte Arbeitspapiere

  • Zur gesundheitspolitischen Arbeit der großen Koalition haben wir kompakte Kommentierungen und eine aktualisierte Roadmap als Arbeitshandout vorgelegt.
  • Ein Policy Paper setzt sich mit den Chancen und Risiken für regionale Entscheidungen in der Gesundheitspolitik auseinander.

Arbeit für neue Dynamik im Gesundheitswesen

Unser Ziel: Do great things better! Eine Bewegung für eine bessere Gesundheitspolitik. Der Idee folgend, die Dinge besser zu machen, leisten wir weitere Impulse.

  • Als Partner von Startupbootcamp haben wir Investoren für das europaweit erste “Digital Health”- Acceleration Programm gewonnen. Damit startet Europas erstes offenes Gesundheits-Acceleration-Programm 2016 in Berlin.
  • Wir unterstützen Dr. Alexander Schachinger von epatient-rsd in seinem Engagement, die Kraft der Patienten für ein besseres Gesundheitswesen sichtbar zu machen.
  • Wir stehen einigen Gesundheits-Startups als Coach und Berater zur Verfügung.
  • Und wir arbeiten in verschiedenen Zusammenhängen daran mit, wie es gelingen kann, dass neue und bessere Lösungen schneller im deutschen Gesundheitssystem wirksam werden können. Stichwort: “Verantworteter Wettbewerb”.

Unsere gesundheitspolitischen Publikationen: 

Datum Titel Stichworte
30.10.2014 Gesundheit vor Ort Thesenpapier Regionale Gesundheitspolitik
15.10.2014 Handle with Care! Gesundheitspolitischer Reader. Ordnungspolitische Überlegungen
01.07.2014 Gesundheit 18.1 Gesundheit 18.1 Update Gesundheitspolitik 6 Monate nach dem Start.
15.02.2014 Gesundheit 18.0 Working Paper 01/2014 zum Koalitionsvertrag/Gesundheit
15.02.2014 Gesundheit 18.0 Tabellenteil zum Koalitionsvertrag/Gesundheit
04.07.2013 Out of The Box Arena-Analyse des deutschen Gesundheitswesens

Geräuschlose Effektivität als Markenzeichen. Gesundheitspolitische Halbjahresbilanz der 18. Legislaturperiode.

Titel_GESUNDHEIT_07 14Ohne Reibungsverluste arbeitet die große Koalition die gesundheitspolitische Agenda der Bundesregierung ab. Gesundheitsminister Gröhe kann rund sechs Monate nach Amtsantritt eine eindrucksvolle Zwischenbilanz vorlegen, so Nikolaus Huss, der mit seinem Team die gesundheitspolitischen Fortschritte der Legislaturperiode analysiert hat. Geräuschlose Effektivität bescheinigen die Politikanalysten dem Bundesgesundheitsminister. Sicher auch ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn und Prof . Karl Lauterbach, im SPD-Fraktionsvorstand für das Thema verantwortlich.

Die Großbaustelle AMNOG dürfte damit erst einmal zum Abschluss gekommen sein. Auch die Finanzierungsfragen hat die Koalition bereits abgearbeitet und einen ersten Aufschlag für die Pflegereform gemacht. In zweiten Halbjahr steht, so Huss, die Großbaustelle Klinikreform im Zentrum. Rund 27 Mrd. € Investitionsdefizit bescheinigen Experten den Ländern, rund 1/3 der Kliniken, in konkreten Zahlen bis zu 300 Kliniken sind in der derzeitigen Form überflüssig. Gefragt sind jetzt klare Entscheidungen. Neben dem Klinikthema und dem Thema Prävention dürfe das Thema Qualität im Mittelpunkt der jetzt folgenden Debatten stehen. Impulse dazu sind sowohl durch das neue zu gründende Qualitätsinstitut zu erwarten, wie auch durch den Innovationsfonds, der mit 300 Mio. € in dieser Legislaturperiode zu dauerhaften Verbesserungen führen soll. Zweifel hegt Huss daran, ob das „Dauerdiskussionsthema“ Pay for Performance, qualitätsbezogene Honorierung schon Wirkung entfalten kann. Zu groß scheinen ihm die konzeptionellen Lücken.

Eine über die Legislaturperiode hinausgehende Diskussion fordert Huss aus dem gesundheitswirtschaftlichen Bereich. Dringend seinen gesellschaftlich verantwortliche, wettbewerbliche Lösungen für den Gesundheitsbereich notwendig. Nur wenn die Institutionen im Wettbewerb die Möglichkeit hätten, neue Lösungen einzuführen und ständig zu verbessern, sieht Huss die Chance, dass die Lösungskompetenz des Gesundheitswesens mit den sich ständig wandelnden Anforderungen Schritt halten kann.

 

Die gesamte Studie kann unter untenstehendem Link von der Kovarhuss-Website geladen werden.

Gesundheit 18.1. KH Working Paper 2014-02